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Erdbebenforschung an der LMU - Beitrag im Münchner UniMagazin, Ausgabe 02/2011

Erschienen im Münchner Uni Magazin, Ausgabe 02/2011, Seiten 6-9. Die Natur der Katastrophe Das schwere Erdbeben am 11. März in Japan hat deutlich gemacht, wie wenig man die enormen Gefahren abschätzen kann – selbst in einem hervorragend gewappneten Land wie Japan. LMUGeowissenschaftler der verschiedenen Disziplinen arbeiten – international vernetzt – daran, die seismische Tätigkeit in der Erde noch besser zu verstehen und vorhersagbar zu machen.

LMU-paleontologist takes the lead in interpreting two spectacular dinosaur fossils from Bavaria

Gleich zwei spektakuläre Fossilfunde machten in den letzten Tagen Schlagzeilen – und beide befinden sich in der Obhut eines Mannes. Privatdozent Dr. Oliver Rauhut, Paläontologe am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU sowie in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München tätig, leitet die internationalen Forscherteams, die mit der Auswertung der Funde beschäftigt sind.

Angesäuerte Magma als treibende Kraft

Kimberlite sind magmatische Gesteine, die tief aus dem Erdinneren stammen und durch vulkanische Eruptionen an die Erdoberfläche gelangten. Auf ihrem explosiven Weg nach oben rissen sie zahlreiche weitere Gesteine und auch Diamanten mit - der größte Teil der Welt-Diamantproduktion stammt aus Kimberlitlagerstätten. Wie Kimberlite genügend Auftrieb für ihren langen Aufstieg durch die Erdkruste bekommen, war bisher noch weitgehend ungeklärt. Ein internationales Team um Professor Donald Dingwell, Direktor des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, konnte nun zeigen, dass gerade die mitgerissenen Fremdgesteine den nötigen Schwung liefern: Diese schmelzen in der ursprünglich sehr basischen Magma und machen sie saurer. Dadurch kommt es zur Freisetzung von Kohlendioxid - das resultierende ständige "Schäumen" vermindert die Dichte der Magma und erleichtert den Aufstieg. "Unsere Ergebnisse können bei der Suche nach neuen Diamantminen und bei der Beurteilung existierender Lagerstätten helfen, da wir nun besser verstehen, unter welchen Bedingungen Kimberlit entsteht", sagt Dingwell. (Nature 18. Januar 2012)

Geophysikstudentin erhält Georg-Burg-Preis

Frau Sarah Hable ist für ihre Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Geophysik mit dem Preis der Georg-Burg-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Arbeit beschäftigte sich mit Fragestellungen aus dem Bereich Paläo- und Gesteinsmagnetismus.

Prof. Heiner Igel erhält ERC Advanced Grant

Professor Heiner Igel wird vom Europäischen Forschungsrat mit einem Advanced Grant in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro ausgezeichnet. Igel wird mithilfe des Grants einen neuartigen Rotationssensor zur Messung von Bodenbewegungen entwickeln. ERC Advanced Grants ehren europäische Forscher, die bereits herausragende Leistungen in den Wissenschaften erbracht haben. Damit sollen sie für ihre hoch innovativen Forschungsvorhaben die nötigen Freiheiten erhalten.

Computational record on SuperMUC

Scientists at LMU and TUM have optimized the SeisSol earthquake simulation software on the Supercomputer SuperMUC to push its performance beyond the “magical” 1 petaflop/s mark – one quadrillion floating point operations per second.

Start of ExaHyPE Project to Develop Exascale Software for Geophysics and Astrophysics

A billion billion, i.e. 10^18 computer operations per second (1 exaflop/s) is the level of performance that the next generation of supercomputers should be able to deliver. However, programming such supercomputers is a challenge. In October 2015, the EC began funding "ExaHyPE", an international project co-coordinated by Dr. Alice Gabriel and Prof. Heiner Igel, which seeks to establish the algorithmic foundations for exascale supercomputers in the next four years. The grant totals EUR 2.8 million.